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Das Neue Melos

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Warum sich nicht wieder einmal mit den Ideen Richard Wagners auseinandersetzen? Das war der Ursprung meines Gedankenspiels – und so ist die Idee zu ORLOK entstanden. Der Stoff spielt um 1840 herum, könnte demnach von Wagner gleichermaßen als Zeuge erlebt wie in der Folge vertont worden sein. Ich wollte einmal so tun, als gäbe es einen Wagner ohne all seine inzwischen zu Tage getretenen Schwächen, also einen Wagner, der das 20. Jahrhundert erlebt hätte. Der das Wesen der Ironie gelernt und verinnerlicht hätte. Der sich mit Puccini, Strawinski und Schostakowitsch ausgetauscht hätte.
Der Plan war, mich in einen solchen Wagner hineinzudenken und eine Oper zu entwerfen – lang, aber eben nicht zu lang – die auf der Macht des Melos basiert, mit durchaus romantischem Duktus, mit Leitmotiven, die aber nicht zu oft und zu didaktisch kommen, mit einer intelligenten, auch als Theaterstück halbwegs funktionierenden Story und (abseits der Titelrolle, die zugegebenermaßen etwas dämonisch-übermenschliches besitzt) – echten Menschen und deren kleinen und größeren Problemen und Obsessionen, samt einer Musik, die augenzwinkernd daherkommt, in absoluter Freiheit und auch mal eklektizistisch, wenn sie kurze Ausflüge in Dodekaphonie und Minimal Music unternimmt. Eine Musik mit durchaus komischen Momenten, die sich nicht trutzig mit selbstbeweihfestspielendem Mordsernst umgibt. Eine Musik, die sich keinen Deut um die momentan noch existierenden ideologischen Scheuklappen schert. Nebenbei wird die sattsam bekannte DRACULA-Geschichte neu erzählt, quasi als Prequel zu dem Buch von Stoker.
Das alles ist ORLOK.

Stand der Arbeit:
Partitur fertiggestellt

Hörprobe
Noteperformer:
Vorspiel