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Noteperformer:
Vorspiel 4. Akt

Der Poet und sein Schatten geht frei mit einer Vorlage von Hans Christian Andersen um, die behauptet, ein Märchen zu sein, aber keinesfalls kindergeeignet ist. Eine bitterböse Erzählung ist das, ohne Happy End.

Ein Poet aus dem kalten Norden ist mit einem Freund in Marokko unterwegs. Sie sehen dem Tanz eines Derwisches zu. Der Poet findet nichts daran, leidet unter der Hitze und möchte nur schnell nach Hause. Als er dem Derwisch trotz Anraten des Freundes kein Almosen gibt, geht ihm sein Schatten verloren. Es ist ihm egal und er kehrt in den Norden zurück, wo er bescheiden nur seiner Kunst lebt, die ihm aber kaum noch ein Auskommen gönnt.
Als ein Jahr vergangen ist und er seiner einzigen Bediensten, die ihn (unerwidert) liebt, aus Geldmangel kündigen muß, steht plötzlich ein seltsames Wesen in der Tür. Es ist sein Schatten, der sich selbständig gemacht und es zu enormem Reichtum gebracht hat, da ihm alle Türen offenstehen und er jedes Geheimnis der Welt kennt. Dieser Schatten behauptet, es gut mit dem Poeten zu meinen und schlägt eine gemeinsame Reise an den nahen Fürstenhof vor. Einzige Bedingung: Der Poet soll tun, als wäre ER der Schatten, während der Schatten selbst als sein Herr gelten will. Der Poet willigt aus Gutmütigkeit und Perspektivlosigkeit ein.
Am Fürstenhof verliebt sich der Schatten prompt in die kapriziöse Graziosa, die oberflächliche, doch schöne Fürstentochter. Sein Ehrgeiz brennt darauf, sie zur Frau zu gewinnen. Der Poet hilft ihm dabei, denn er will der Liebe nicht im Wege stehen. Der Schatten schlägt ihm nun eine neue Vereinbarung vor. Der Poet solle dauerhaft als Schatten fungieren, bei diversen zeremoniellen Anlässen. Dies lehnt der Poet aber, des Spieles müde, ab. Daraufhin läßt ihn der eigene Schatten ins Gefängnis werfen. Als Hochzeit gefeiert wird, wird zugleich der Poet, als störendes Relikt aus der Vergangenheit, im Kerker umgebracht.
Doch die Hochzeitsnacht des Schattens wird jäh unterbrochen durch den Auftritt jenes ominösen Freundes, der einst in Marokko Weggefährte des Poeten war.

In Arbeit